So passieren Wunder heute...

Wunder gibt es immer wieder.... heute oder morgen können sie geschehen....

 

Das war ein Hit in meiner Kindheit.

Und schon immer wollte ich Wunder in meinem Leben.

Aber es gab keine.

Ja, ich gestehe es. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann gab es keine Wunder in meinem Leben.

Also das, was ich als Wunder bezeichnen würde.

Aber jetzt, jetzt weiß ich warum.

Vor einiger Zeit wurde mir klar, dass das mit den Wundern, sehr eng mit meiner Definition von Wunder zusammenhängt.

 

Denn klar, die Geburt meiner Tochter ist schon eine Art Wunder. Dass die Sonne jeden Tag zuverlässig aufgeht, auch. Und noch vieles mehr.

Diese Art von Wunder gibt es viele in meinem Leben.

 

Ich meinte aber eine andere Art von Wunder.

Das würde quasi so sein:

Ich gehe heute Abend als ich ins Bett und wache morgen als "neues ich" auf und habe mein Ziel komplett erreicht. Und ich meine ein großes Ziel. Das Veränderung auf vielen Ebenen  bedeutet.

 

Ich habe jetzt extra übertrieben, natürlich habe ich nicht ernsthaft geglaubt, dass das über Nacht passiert, aber schon zeitnah (wenn ich ehrlich bin). Nur dann wäre es ein Wunder.

 

Als ich mir wirklich mal ganz ehrlich meine persönliche Definition von Wunder angesehen habe, da wurde mir klar, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit diese Art Wunder nicht geben wird.

 

Ja, nicht mal geben kann, denn das hängt mit unserem inneren System zusammen. Darauf komme ich gleich dann.

 

Okay, manchmal wachen wir auf und unser Leben ist komplett anders. Was wir aber meistens als Unglück bezeichnen. Wir werden aus scheinbar heiterem Himmel verlassen, gekündigt, schwer krank. Und diese Art von "Wunder" würde ich gar nicht chic finden.

Und manchmal kann es auch echte Wunder, wie Spontanheilung und so geben. Aber, naja, das ist noch seltener.

 

Ein wenig peinlich war es mir schon, dass ich diese Erwartungen hatte.

Aber, ich bin damit nicht allein.

 

Ich habe nämlich gemerkt, dass ganz viele Frauen genau das (unbewusst) erwarten.

Unbewusst.... ich war mir auch nicht klar drüber. Wenn du mich gefragt hättest, ob ich das glaube, dann hätte ich laut gelacht und mich innerlich gefragt, ob du noch alle hast. So ein Quatsch, das weiß doch jeder, dass es so nicht geht.

 

Aber wie geht es dann?

Wunder passieren anderes. Also diese Art von Wunder.

 

 

Dazu hole ich kurz aus. Ich hoffe, du hast es dir gemütlich gemacht....

 

LebeSchön.

 



 

Stell dir vor, jede von uns wäre ein Schiff in einem Hafen. Mit einer dehnbaren Ankerkette. Nur anstatt eines Ankers, liegt da eine riesengroße, schwere Bleikugel auf dem Grund. Sie hält uns stabil da, wo wir jetzt sind. Klar, wir können schon ein wenig hin und her fahren, im sicheren Hafen, aber nicht zu weit, denn wir hängen ja an der Kugel.

 

Die Kugel ist unser Unbewusstes. Deswegen auch das Beispiel mit dem Wasser, denn wir "sehen" sie nicht, sie ist ja unter Wasser.

 

Das ist alles wunderbar, wenigestens so lange, bis wir feststellen, dass wir so gerne raus zu der Sandbank, weiter draußen im Meer, wollen. Da soll es so schön sein. Und es gibt Delfine. Wir uns also verändern wollen. Und uns ein Ziel setzen.

 

Wir fahren los.... tucker... tucker.... stoooppp.

Ach, die blöde Kugel.... die Ankerkette ist maximal gedehnt. Jeder weitere Meter kostet

echt viel Kraft und Energie.

Und sobald wir nachlassen, schnalzen wir zurück und befinden uns im bekannten Fahrwasser, wo wir leicht und einfach hin und her kommen. Aber eben nur im begrenzten Radius.

Hier setzte übrigens immer mein Wunder-warten ein. Also.... schwupps.... und ich bin auf der Sandbank.

 

War ich aber nicht. Sondern meine inneren Stimmen haben sich gemeldet:

 

Vielleicht sind ja die Sandbänke gar nichts für mich? Denn.... (Hier kannst du deine persönlichen Gründe einsetzen, warum du ein bestimmtes Ziel nicht erreichen kannst.)

 

Außerdem soll es sich doch leicht anfühlen, oder?

Ich habe doch schon so oft die Sandbänke visualisiert, spreche täglich meine Affirmation: Ich bin auf der Sandbank und sehe Delfine.

Ich bin doch wirklich bereit dafür.

Sogar mein Schiff ist vollgetankt und ich habe mein Navi eingestellt.

Und jetzt.... so viel Energie und Kraft um nicht mal aus dem Hafen zu kommen.

Das muss der falsche Weg sein. Das falsche Ziel....Das wird nie was....

 

Irrtum.

 

Warum Irrtum?

 

Lass uns mal tiefer schauen.

Zu der Bleikugel.

 

Stell dir mal vor wieviel Energie und Kraft und Ausdauer es braucht, bis du die nur ein kleines Stück bewegt hast. Da geht es um Millimeter. Und noch schlimmer, die Millimeter Veränderung kannst du unter Wasser nicht mal sehen. Aber ohne, dass du das Ding bewegst, wird sich dein Umfeld nicht ändern. Also keine Sandbank. Keine Delfine. Außer es verirrt sich einer ins Hafenbecken....

 

Kennst du das? Du bist echt auf dein Ziel fokussiert und es scheint nicht vorwärts zu gehen?

Das ist genau das.

Aber es geht vorwärts. Nur eben langsamer. Und mit mehr Energie, Kraft und Ausdauer als wir vielleicht glauben.

 

An was du merkst, dass du auch in der Wunder-Erwartung festhängst?

Du glaubst, dass nach einer Woche deutliche Veränderungen zu erwarten sind.

Klar kommt das vor. Aber selten an deinen "großen" Themen.

Du fängst an zu zweifeln, wenn nicht schnell sichtbare Ergebnisse da sind. Bleiben wir mal beim Business.

Wie, ich mache schon 6 Monate mein Geschäft und ich habe immer noch kaum Kunden? Kann immer noch nicht die volle Ladenmiete bezahlen?

Jetzt habe ich diesen Kurs gebucht und nach einem Monat meinen Umsatz immer noch nicht verdoppelt?

 

Deswegen haben übrigens bei mir alle Teilnehmer vom LebeSchön GeldKurs (und auch vom WunschKurs) immer Zugang. Sind immer wieder, bei jeder neuen Runde, mit dabei. Weil es selten den großen Durchbruch gleich gibt.

 

Es dauert, bis wir die Bleikugel deutlich bewegt haben und uns in ein neues Umfeld vor gearbeitet haben. Vor allem dann, wenn wir dabei den sichern Hafen verlassen und aufs wilde Meer raus segeln oder tuckern.

Da heißt es dran bleiben. Immer wieder.

 

Und dass es stimmt und funktioniert, das sehe ich sehr deutlich an den Ergebnissen. Bei mir und meinen Kundinnen. Denn ich verfolge sehr aufmerksam, was meine Kundinnen erreichen. Ob es Veränderungen gibt. Erfolge. Und ja, sie sind grandios. Nicht über Nacht... aber dafür nachhaltig.

Meistens bemerke ich sie sogar früher als sie selbst.

 

Denn das gehört auch dazu. Wir selbst bemerken es oft erst viel später, weil es für uns so normal ist und gar nicht auffällt.

Für andere ist es sichtbarer, dass wir uns weiterentwickelt haben.

 

 Deswegen ist es dann auch für mich kein Wunder mehr, wenn ich eines morgens aufwache und merke, dass ich schon Monate quasi genau "mein Wunder" lebe. Es ist nur lange vorher für mich normal geworden. Weil die Veränderung so langsam war, dass mir die einzelnen Schritte gar nicht aufgefallen sind.

 

Wenn wir übrigens gleich da hin gebeamt werden würden, dann würden wie uns innerhalb kurzer Zeit wieder so fühlen wie vorher. Wären vielleicht sogar wieder in der alten Situation, also da wo wir vorher waren.

 

Dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen.

Menschen wurden nach ihrem Glückslevel gefragt. Also, wie glücklich sie sich fühlen.

Dann wurden sie wieder befragt, wenn etwas Dramatisches in ihrem Leben geschehen ist. Also Lottogewinn oder ein Unfall mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen (Lähmung) zum Beispiel, also schon wirklich heftige Dinge.

 

Kurz danach waren die, denen was "Gutes" passiert ist deutlich glücklicher und die, denen was "Schreckliches" passiert ist, die waren sehr viel unglücklicher.

 

Aber interessanterweise waren die meisten nach 6-12 Monaten wieder auf dem Level wie vor dem Ereignis. Und zwar unabhängig, ob was "Gutes" oder "Schlechtes" passiert ist.

 

Also, in Wunder (und Ziele) wachsen wir förmlich rein.

Mir geht es viel besser, seit ich den Gedanken aufgegeben habe, dass ich versagt habe, es falsch mache und so, nur weil das Ergebnis nicht zeitnah erscheint.

 

Denn, ganz ehrlich, die Reise dorthin, ist wirklich wunderschön! Und inzwischen bin ich überzeugt, dass es genau um diese Reise dahin geht. Gar nicht so sehr um das Erreichen.

 

Wie, wenn ich zum Beispiel eine Urlaubsreise mache. Da ist mein Endziel ja auch wieder, dass ich zuhause ankomme. Aber ich verreise ja nicht deswegen um wieder zuhause zu sein, sondern wegen der Zeit dazwischen.

 

 

Ich hätte noch viel mehr dazu schreiben können. Denn das ist ein interessantes Thema, finde ich.

Und, ich kenne kaum eine Frau, die nicht mal in diesem Denken hängt. Obwohl ich selbst das von mir ja nie gedacht hätte.

Aber seit mir das klar ist, das macht einen Unterschied.

Wie geht es dir?

Kennst du das von dir auch? Was denkst du darüber?

Ich freue mich über deinen Kommentar.

 

 

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Kommentare: 12
  • #1

    Kristina Schollbach (Freitag, 16 September 2016 06:38)

    Schön geschrieben. Und ich Früh mich darauf was mich bei der Challenge erwartet.

  • #2

    Astrid (Freitag, 16 September 2016 07:03)

    Liebe Uta,
    dieser Artikel trifft meine finanzielle Situation perfekt. Das Schiff ist seit Monaten poliert (die Webseite optimiert) und das Ziel angepeilt, unendlich viel Liebe und Energie in die Ladung gesteckt, aber die Bleikugel lässt keinen schnellen Umsatz zu.
    Interessant dabei ist die genaue Grenze, bis zu der es wunderbar flutscht und keine Bleikugel im Innerern vorhanden zu sein scheint.
    Ich bekomme sehr viel positives Feedback von den Lesern meines Blog, dort ist Lebendigkeit vorhanden. Aber es geht dann nicht weiter in meinen Geldbeutel.
    Einfach zum Verzweifeln. Ich muss etwas verändern in der Tiefe meines Unterbewußtseins,
    Das braucht Zeit....
    Liebe Grüße und danke für Deinen tollen Artikel.
    Astrid

  • #3

    Emanuela (Freitag, 16 September 2016 08:31)

    Liebe Uta,

    Danke für den Artikel, da steckt viel Wahres drin. Ja, Wunder brauchen Zeit und Hingabe :-) .

    Liebe Grüße
    Emanuela

  • #4

    Susanne (Freitag, 16 September 2016 08:43)

    Liebe Uta, das ist wirklich sehr schön und passen geschrieben.
    Das mit der Geduld ist so eine Sache. Ich ertappe mich auch regelmäßig, dass ich denke "Das Ziel müsste doch wenigstens schon zu sehen sein" und das frustriert mich wahnsinnig und bringt mich in wilden Aktionismus. Schön zu lesen das es wohl nicht nur mir so geht. Und Du hast absolut recht... es geht ja nun einmal nur Schritt für Schritt!

    Ich habe zu meinem Hauptjob noch einen Minijob annehmen müssen, um mich und meine zwei Kinder zu finanzieren. Somit ist nun noch weniger Zeit für meine Selbständigkeit... und das Ziel rückt wohl wieder einen Schritt weiter weg. Das alles kostet viel Kraft aber ich will mein Ziel erreichen und bleibe dran!!

    Einen sonnigen Tag für Dich.
    Susanne

  • #5

    Jacqueline Wesling (Freitag, 16 September 2016 08:48)

    Hey Uta!

    Danke für diesen Beitrag. Er hat mir noch mal klarer vor Augen geführt, dass ich entspannter und gelassener werden darf und das sich bereits so viel bei mir getan hat.

    Alles Liebe
    Jacqueline

  • #6

    Claudia Huber (Freitag, 16 September 2016 10:38)

    Hallo Uta,

    danke für den Artikel. Ich denke, es gibt Wunder, die schnelle Veränderungen darstellen. Und es gibt Wunder, die ihre Zeit brauchen. Das stelle ich immer wieder auch bei meinen Kundinnen fest, die sich einen Orgasmus erarbeiten wollen. Das KANN ganz schnell gehen. In den meisten Fällen braucht es aber ein bisschen Zeit und Arbeit :-)

    Viele Grüße
    Claudia

  • #7

    Renate (Freitag, 16 September 2016 12:49)

    Hallo liebe Uta! Ich hab Deine HP durch "Zufall" entdeckt und mich spontan für die Challenge angemeldet. Ich freu mich schon drauf.

    Herzensgrüße
    Renate

  • #8

    Petra (Freitag, 16 September 2016 14:55)

    Liebe Uta, Deine Ermutigungen sind immer sehr wertvoll, da ich dann gewissermaßen die Bestätigung bekomme, alles in Ordnung. Unser Verstand braucht auch mal ein paar Streicheleinheiten. Ganz lieben Dank dafür und ich freue mich auf Montag. Um welche Uhrzeit geht es los?
    Liebe Grüße
    Petra

  • #9

    Meral Aygördü, (Freitag, 16 September 2016 22:26)

    Hallo liebe Uta.

    Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir
    bedanken, dass Du uns den Einblick in
    Deine Schatzkammer gibst.
    So viele Punkte über die Du geschrieben hast, beschäftigen mich aktuell.
    Wie z.B. keine Geduld..am besten passieren die Dinge über Nacht von alleine

  • #10

    Annette Meißner (Samstag, 17 September 2016 12:18)

    Liebe Uta,
    auch ich freue mich auf Montag.
    Du hast in Deinem Artikel sehr viel geschrieben, was mich an mich erinnert. Ich erlebe auch Wunder und weiss oft nicht, wie es dazu gekommen ist. Das finde ich schade, denn ich möchte gerne mehr davon. Dann denke ich: Hm, Annette, wie hast Du denn beim letzten Mal gedacht und gehandelt?
    Leider komme ich nicht darauf und es bleibt beim "Zufall".
    Ich denke, Du weisst, wie ich es meine.
    Also, bis Montag.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und sende viele Grüße aus Solingen,
    die Annette

  • #11

    Kiwi (Sonntag, 18 September 2016 10:06)

    Wunder-schöner Artikel, Uta! Vielen Dank an die Erinnerung an den Weg... :)

    Liebe Grüße,

    Kiwi

  • #12

    Riccarda Larcher (Montag, 19 September 2016 14:41)

    Ich finde gerade in letzter Zeit steigt die Wunder-Erwartung und die Geduld sinkt unter den Meeresspiegel. Die digitale Welt ist voll von Erfolgsstorys "Wie ich in den ersten sechs Monaten meines Business sechsstellige Umsätze erwirtschaftete".

    Wer da nicht mit kann, fühlt sich schnell als Versager und ist williger Interessent für viele, viele Mentoring-Programm, die mit Verdoppelung und Verdreifachung der Umsätze werben. Und wenn auch das nicht klappt, dann fühlt man sich sehr schnell ganz klein und ungeschickt.

    Ich glaube eine realistische Sicht auf Wunder wäre energetisch nahrhaft. Das würde die Sicht auf die kleinen Fortschritte, die sich summieren erhöhen. lg Riccarda