Wenn unsere Schwäche zu unserer Stärke wird

Über Schwächen. Und Stärken. Und die eigene Bestimmung.

 

Ich sitze mit meiner Tochter am Küchentisch. Sie hat eine Frage zu Mathe. Leichtes Thema für mich, denn ich hatte ja mal vor 105 Jahren Mathe-Leistungskurs, außerdem habe ich ein super analytisches Gehirn und Zahlen fallen mir leicht. Leider hat mein Erklärungsversuch nicht gut funktioniert. Nicht, weil ich es nicht verstanden hätte, nein und ich sage es nur ungern, irgendwie konnte ich gar nicht verstehen, was meine Tochter da nicht versteht.

Und dann auch noch ihre mantra-mäßige Wiederholung, dass sie das eh nicht versteht und kann. Das weiß ja inzwischen doch jeder, dass unsere Gedanken….Wir haben den Versuch dann abgebrochen.

 

Nächste Situation. Eine liebe Freundin findet, dass sie ein paar Kilos zu viel hat.

Sie würde das gerne ändern. Und fragt mich um Tipps und Ideen. Ich hatte noch nie Gewichtsprobleme, kann essen was ich will und bin immer gesund. Eigentlich die perfekte Kombination für dieses Thema. Oder?

Kurz gesagt hat das auch nicht wirklich gut funktioniert, weil ich manches einfach nicht nachvollziehen konnte. Heimlich habe ich dann gedacht... (bitte leicht genervt in der Betonung lesen)

...das kann doch jetzt nicht so schwer sein...

Ich gestehe, dass ich das auch mehr als ein Mal in der Situation mit meiner Tochter gedacht habe.

 

Ja, da liegt noch ein weiter Weg vor mir….

 

Und dann gibt es da noch eine wundervolle Frau und Lehrerin. Meine alte Freundin Gisela.

Sie hat Kinder unterrichtet, die in unser normales Schulsystem nicht passen. Sie hatte die Gabe Mathe so zu erklären, dass es jeder verstanden hat. Genau sie sagte dann mal vor Jahren zu mir: Uta, ich konnte früher kein Mathe. Rechnen und Zahlen waren mir ein Graus.

 

Sie wurde deswegen eine so begnadete Lehrerin, weil sie sich hingesetzt hat und gebüffelt und gelernt hat. Sie hat ihr hinderliches Mindset (= Überzeugungen, Ansichten, Meinungen, Weltbild, Glauben, Glaubenssätze, meistens völlig unbewusst)  in ein förderliches umgewandelt. Und dann hat sie die Abschlussprüfung in Mathe für das Lehramt bestanden.

 

Sie hat aber noch was Entscheidendes, etwas, was ich in dem Bereich nicht habe. Sie hat genau das Verständnis, wie es ist, überhaupt nichts zu verstehen, sobald Mathe auch nur am Horizont auftaucht.

Sie hat ihr Mindset verändert, kennt aber alle Schwierigkeiten, die so ein hinderliches Mindset mitsichbringt.

 

Warum ich das erzähle?

Weil ich ein furchtbares Mindset zum Thema Geld und Erfolg HATTE. Ich hatte jeden negativen und hinderlichen Glaubenssatz, den es da so gibt. Und ich habe das getan, was meine Freundin Gisela getan hat. Ich habe viel, sehr viel dafür getan, dass das heute nicht mehr so ist. Und ich bin immer noch dran…

 

Ich erzähle dir diese Geschichten, damit du den Mut bekommst, das zu tun, was du wirklich willst. Denn machmal ist dort, wo du deine größte Schwäche vermutest deine größte Stärke. Vielleicht sogar deine Bestimmung, deine Zone der Genialität. Wenn du bereit bist, wirklich bereit bist, das anzugehen.

 

Denn deine größte Fähigkeit ist oft nicht das, was du schon immer gut konntest und wo dir die Erfolge einfach so zufliegen, sondern das, wo du deine vermeintliche Schwäche in eine Stärke verwandelt hast.

Ich bin weder Mathelehrer noch Abnehm-oder Gesundheitscoach geworden. Obwohl ich auf diesen Gebieten doch augenscheinlich sehr erfolgreich bin. Was könnte ich da auf Facebook über meine Erfolge schreiben!

 

Und nein, ich wusste nicht schon immer, dass das, was ich jetzt mache, meine Leidenschaft ist. Oder meine wirkliche Stärke und Fähigkeit.

Als ich anfangen wollte als Coach, da hatte ich ein Vorgründungscoaching bei einer erfahrenen Frau über 60. Sie fragte mich, was ich machen will und ich präsentierte ihr meinen Bauchladen. Glückscoaching (ja, da bin auch gut drin. Selten, dass ich mal unglücklich oder schlecht gelaunt bin), Kommunikation, Selbstentwicklung, Selbstentfaltung, Astrologie, Reiki, Engel…. Die Liste war lang.

Irgendwann unterbrach sie mich und fragte, warum ich nichts mit Geld machen will. Dafür hatte ich 10.000 Ausreden, die sprudelten nur so aus mir raus.

Und außerdem, großes Geheimnis, wäre es bei mir mit meinem eignen Geld nicht ganz so einfach. Irgendwie reicht es zwar meistens so, ich bin auch schon seit Jahren dran und manchmal schaffe ich auch echt gute Ergebnisse, aber im Großen und Ganzen….nein. Das  gibt man ja vorallem als Banker nicht so gerne zu, dass das mit dem eigenen Geld nicht immer ganz so rosig läuft.

 

Und dann hat diese erfahrene Frau und wunderbarer Coach meinen Herzenswunsch herausgekitzelt und frei gelegt. Und mir Mut gemacht, diesen Weg zu gehen. Sie hat mir bewusst gemacht, dass ich genau wegen dieser Schwäche und weil ich sie in eine Stärke umwandeln konnte, ein wirklich guter Geld-und Erfolgscoach sein kann. Auch wenn ich nicht schon immer reich bin/war, oder erfolgreich. Gerade sogar deswegen...

 

Innerlich schmunzle ich manchmal liebevoll, wenn ich heute in der Rolle des Coach bin und genau das mit einer Kundin mache. Ja, denn ich kenne das unbändige Glücksgefühl, wenn man sich selbst erkennt, es ist einfach unbeschreiblich!

 

Heute habe ich sehr viel mehr Erfahrung (ich hatte ja genug Blockaden) und kann sehr schnell bei Kundinnen hören und fühlen, wo wir zum Punkt kommen. Die Ergebnisse meiner Kunden sprechen für sich.

Aber, ich verstehe sie auch wirklich.

Ich weiß, dass es unglaubliche Gründe geben kann, warum man nicht loslegt. Warum man sich nicht zeigen kann, nicht erfolgreich ist.

Ich weiß, wie schwer es ist, wenn du die nächste Einkommenstufe ereichen willst und du einfach festhängst.

 

Das versteht niemand, bei dem das immer leicht geht.

 

Ich glaube übrigens, dass deswegen all die tollen Tipps von erfolgreichen Menschen nicht für alle funktionieren. Wenn wir für diesen Bereich noch nicht das unterstützende Mindset haben, dann wird es halt echt schwer. Denn dann blockieren wir uns und unser Tun selbst.

 

Also, gehe liebevoll mit dir um. Vergleiche dich mit anderen, aber richtig. Schau dir an, was die, die dein Ziel scheinbar schon erreicht hat, denkt. Dann ändere deine Gedanken, dein Mindset. Das ist der Anfang. Dann folgen erst deine Taten.

 

Und buche dir einen Coach.

Ich begleite dich auf dein nächstes Einkommenslevel. So, dass du dort auch ankommst. Denn ich weiß, wie das geht.

Hier findest du mehr dazu.

 

Jetzt würde mich deine Meinung interessieren!

Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder ganz andere?

Das sind meine Erfahrungen. Und ich freue mich über deine. Sie sind übrigens alle gleich richtig...

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Silke Brackert (Freitag, 11 November 2016 07:34)

    Liebe Uta,

    Ich kann dir da nur zustimmen. Auch wenn das sicher nicht der leichteste Weg ist.

    Denn da gehört jede Menge Mut dazu, diese Fähigkeit dann auch entsprechend ehrlich und authentisch zu kommunizieren.

    Aber die beiden Geschichten beschreiben es sehr deutlich, worum es geht.

    Das ist für mich jetzt noch ein weiterer Aspekt zum Thema Positionierung.

    Vielen Dank.

  • #2

    Martina Baehr (Freitag, 11 November 2016 09:31)

    Liebe Uta,

    was für eine schöner Artikel, der einem so richtig viel Orientierung in unseren chaotischen Zeiten geben kann. Ja, ich finde auch dass die eigene Erfahrung sehr wichtig ist. Ich selbst habe das immer wieder festgestellt, wenn ein Unternehmensberater, der noch nie als Führungskraft in einer Organisation gearbeitet hat, mir als Projektleiterin einen Rat geben wollte. Wenn ich die immer umgesetzt hätte, wäre ich in viele Fettnäpfchen getreten und hätte sehr viel in den Beziehungen kaputt gemacht.

    Was zusätzlich wichtig ist, wir müssen unser inneres Wesen erkennen. Da hatte ich diese Woche ein AHA-Erlebnis. Ich habe jahrelang versucht zu kämpfen, obwohl ich überhaupt kein Kämpfertyp bin. Das hatte ich als Kind übernommen. Und war deshalb ständig mit mir selbst im Widerstand. Das heißt, wenn Du ein Kämpfertyp bist und motiviert bist, so an Deine Herausforderungen heranzugehen- du also so positive Energie gewinnst - dann solltest Du das unbedingt tun, Sofern du andere damit nicht in Schwierigkeiten bringst. Wenn nicht, dann gibt es für Dich andere Wege, die zu Dir passen.

    Herzliche Grüße
    Martina

  • #3

    Jacqueline Wesling (Freitag, 11 November 2016 12:14)

    Liebe Uta!

    Danke für diesen wundervollen Artikel und deine Offenheit. Es ist so toll zu sehen, dass jeder seinen ganz persönlichen Weg geht und ich finde es klasse, dass du so ehrlich darüber schreibst, dass es bei dir auch mal anders war. Danke :)

    Jacqueline

  • #4

    Elisabeth Pontasch (Freitag, 11 November 2016 19:01)

    Liebe Uta!
    Ich mag Deinen Schreibstil, ebenso liebe ich Deine Offenheit. Wenn Du Deine Schwächen zeigst, dann macht mir das doppelt Mut, weil ich ja an Dir sehe, wie man daran wachsen kann.
    Für mein neues berufliches Feld kann ich das mit 'aus den eigenen Schwächen in die größte Stärke verwandeln' nicht so ganz bestätigen. Vielleicht trifft das auch für Berufe im Coachingbereich, wo es etwas zu vermitteln gibt, stärker zu. Aber halt, da fällt mir gerade etwas auf: vielleicht geht es bei meinem in erster Linie um etwas anderes, aber um es leben zu können, bin ich aufgefordert, an meinen Schwächen (mich zu zeigen, an mich zu glauben, etc.) zu arbeiten. Und somit hast du recht. Danke dir!

  • #5

    Sabine Biesalski (Sonntag, 13 November 2016 11:48)

    Liebe Uta,
    ich schätze es sehr, dass Du die alltäglichen kleinen Schwächen thematisierst.
    Mit der Berufung geht es mir genauso. Das, was ich am liebsten mache ist das, was ich am wenigsten kann. Das, wobei ich jeden Tag etwas dazulernen kann. Das, was mich herausfordert, weil es immer wieder Neuland ist.
    Die Sache zu einem Geschäft zu entwickeln ist ein steiniger Weg. Aber, wie meine Freundin immer zu sagen pflegt: Einfach geht für uns nicht, das wäre ja langweilig.

  • #6

    Susanne (Montag, 14 November 2016 09:13)

    Liebe Uta,
    danke für diesen tollen Artikel, ich musste grinsen (über mich selbst), Du machst Mut, und das ist so schön :)
    Danke Dir!