Was hat es eigentlich mit der Komfortzone auf sich?

 

Komfortzone.

 

Das Wort taucht immer häufiger auf. Auf Facebook, in Artikeln, in Blogs, überall lacht es mich an.

 

Dahinter, so sind sich alle einig, da wartet das wirkliche Leben, da wartet der langersehnte Erfolg, Geld, Mann, oder was auch immer. Abenteuer, Leidenschaft, Intensität.

 

Verführerisch.

Ich habe ja schon manches mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich nicht tagtäglich aus meiner Komfortzone herausbewege, sondern mich gemütlich zurücklehne. Uups... vielleicht sollte ich das gar nicht gestehen....

 

Also. Was ist denn genau die Komfortzone?

 

Ich definiere den Bereich der Komfortzone so, dass ich (ein Teil von mir) mich dort sicher fühle. Unbewusst wenigstens.

 

Ich muss mich dort nicht wohl fühlen.

 

Aber irgendetwas in mir, das fühlt sich dort sicher.

Denn darum ging es ja in den Millionen Jahren von Evolution. Fortpflanzung und damit Überleben ist nur gesichert, wenn ich überlebe, also sicher bin. Naja, Tote vermehren sich so schlecht.

Ich gehe davon aus, dass ein System, das uns seit so langer Zeit überleben lässt, sehr ausgereift und wirkungsvoll ist.

 

Heute erscheint es uns ja oft als Gegner. Als Verhinderer. Was es definitiv auch oft ist. Deshalb ist es mir bei meiner Arbeit so wichtig, das Unbewusste mit ins Boot zu holen.

Was hat das Unbewusste jetzt mit der Komfortzone zu tun?

 

Ganz viel. Es hält uns in unserer Komfortzone (Sicherheitszone).

Wir hätten als Menschen sicher nicht überlebt, wenn wir alles bewusst hätten lernen müssen. Aus diesem Grunde lernen wir viel durch Nachahmung. Das geschieht ohne unser Bewußtsein. Wir merken nicht mal, dass wir gerade was lernen.

 

Und deshalb hat dein Unbewusstes  -das die Aufgabe hat, dein Überleben zu sichern-  Informationen abgespeichert, von denen es ausgeht, dass sie dein Überleben sichern oder dich wenigstens vor Schmerzen bewahren.

Die meisten dieser Informationen haben wir übrigens in unserer Kindheit (bis zur Pubertät) abgespeichert.

Ob das aus heutiger Sicht eines Erwachsenen und mit deinen jetzigen Erfahrungen noch alles richtig und sinnvoll ist, das sei dahingestellt. Aber diese Informationen wirken. Unbewusst.

 

Ein Beispiel.

Wenn du als kleines Mädchen mitbekommen hast, dass über Frauen, die viel Geld haben, erzählt wurde, dass sie arrogant, eingebildet, egoistisch und berechnend sind und auch keinen Mann abbekommen, dann  ist das in dir abgespeichert. Auch wenn du heute bewusst weißt, dass das Quatsch ist. Und wenn du glaubst, das hat dir nie jemand erzählt.... dann schau doch mal beim nächsten Liebesfilm genau hin. Dort ist es beinahe immer so...

 

Jetzt erscheint in deinem Leben die Möglichkeit DEN Auftrag oder Job zu erhalten, der dich auf die nächste finanzielle Ebene heben würde. Du hast Lust drauf, du traust es dir zu. Nichts scheint dagegen zu sprechen.

Und dann machst du diesen saublöden Fehler. Und sie entscheiden sich nicht für dich. Und du frägst dich warum. Oder zweifelst am Schicksal.

 

Vielleicht hatte aber dein Unbewusstes seine Hand im Spiel und deswegen hast du dich selbst sabotiert (solche Fehler passieren dir sonst NIE!).

Wenn du nämlich diesen Auftrag/Job bekommen hättest (und dadurch über deine aktuelle Komfortzone gegangen wärst), dann wärst du (in deinen Augen) eine Frau mit viel Geld geworden. Ja, und wie sind die nochmal? Steht weiter oben...

 

Davor schützt dich dein Unbewusstes. Denn das heißt Gefahr! Wenn du nämlich so wärst, dann könnte es gefährlich werden, das könnte dir Schmerzen bereiten. Denn dann würde dich niemand mehr mögen. Schon gar nicht deine Eltern. Und einen Mann gibt es dann auch nicht (mehr).... Alarm! ....und schon passiert dieser Fehler, den du dir so gar nicht erklären kannst, dessen Auswirkungen dich aber in deiner Sicherheitszone halten. In einer vermeintlichen Sicherheit.

Eben aus der Sicht des kleinen Mädchens in dir.

Das sind oft sehr intensive Momente in den Coachings, wenn wir das lösen und die erwachsene Frau frei weitergehen kann und ihre Angst plötzlich komplett weg ist.


Manchmal bist du aber auch die Einzige, die diese Möglichkeit, dieses Jobangebot zum Beispiel,  nicht bemerkt. Auch eine gern genommene Variante.

 

 Aus diesem Grunde ist es wichtig, genauer hinzuschauen, hinzuhören, hinzufühlen. Was für Ansichten, Meinungen, Erfahrungen und Überzeugungen hast du zum Thema Geld, Erfolg, sichtbar werden in dir? Werde es dir bewusst. Und entsorge sie. Damit sie dich nicht mehr hindern.

 

Dass du an der Grenze deiner Komfortzone bist, das zeigt dir deutlich deine Angst. Die Angst, die du so gut kennst, dass du sicher bist, dass das keine Angst ist, sondern das Leben.

...wenn ich jetzt nicht den Job annehme, dann gehe ich pleite.

...wenn ich mich zeige, dann lachen alle.

...wenn ich ...., dann...

Frag dich ehrlich, ob das wirklich so ist.

Und dann gehe langsam weiter.... es tut meistens nicht weh. Und lachen tut heute auch keiner mehr.

 

Ja, und damit dein Leben spannend bleibt, hat jede Stufe ihren eigenen Gedankenmüll zum entsorgen!

 

Also, wenn du das nächste Mal deine Komfortzone erweitern, verlassen willst, dann höre deinem Unbewussten gut zu! Es will dich schützen.

Du kannst dann bewusst mit dieser Situation umgehen. Dann sabotierst du dich nicht selbst, dann kannst du aktiv dein Leben gestalten. Und deinen großen Traum wahr werden lassen.

 

Ich persönlich bin mir sehr sicher, dass viel viel mehr davon betroffen ist, als es auf den ersten Moment aussieht.

Egal, ob du zuwenig Kunden hast (obwohl du so viel tust), zuwenig Einkommen, die falsche Beziehung oder einfach nicht dein Traumgewicht. Es lohnt sich, dein Unterbewusstes zu fragen, vor was es dich schützen will.

Und auf seine Antwort zu hören, denn dann kannst du wirklich was verändern... sonst bleibst du eben dort, wo du jetzt bist. In deiner Komfortzone.

 

Und hole dir unbedingt Unterstützung. Alleine bleibst du oft nur in deiner Angst hängen.

Ich merke das nicht nur bei mir -deswegen habe ich immer einen Coach- sondern auch bei meinen Kunden.... diese Angst ist so real, die stellen viele nicht mal in Frage und bleiben dann einfach stecken.

Wenn du Werkzeuge und Tipps dafür brauchst, wie du da weiterkommst, dann schau hier vorbei.

Oder bei den Coachings. Dann arbeiten wir intensiv an dir und erweitern deine Komfortzone sicher.

 

Kennst du das Thema Selbstsabotage?

Was denkst du über die Komfortzone? Und welche Tipps hast du, wenn du sie erweitern willst? Schreibe es gerne in die Kommentare!


Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß!

Uta Nimsgarn

 

In meinen Newslettern steht immer noch mehr als hier. Es lohnt sich also, dabei zu sein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Eva Laspas (Donnerstag, 15 Oktober 2015 14:43)

    Liebe Uta,
    danke dir für diesen Beitrag, meist sind es ja leider die Frauen, denen solche "Mißgeschicke" passieren... In meiner langjährigen Tätigkeit mit UnternehmerInnen habe ich es wirklich x-mal gehört: Frauen tun sich extrem schwer damit, genügend Geld zu verlangen, dass sie überleben können. Sie tun sich auch schwer damit, über ihre eigenen Angebote zu sprechen.
    Wirklich schlimm ist aber diese "pbere Verdienstgrenze" über die dich dein "Aufpasser" nicht gehen lässt oder das "sich unter das Licht des Ehemannes stellen", damit frau nicht mehr verdient...
    lg aus Wien
    Eva Laspas