Wenn's mal gar nicht funktioniert

 

Jetzt war mal wieder so ein Moment.

Nichts funktioniert, aber auch wirklich gar nichts.

 

Kennst du das? Egal was du anpackst, es klappt nicht.

Bei mir ist es der Video-Blog, der eigentich an dieser Stelle stehen sollte.

Alles wunderbar geplant.... dachte ich.

 

Und dann verzweifle ich an der Technik. Daran, dass kein Ton kommt, obwohl er beim Aufnehmen ausschlägt. Und ein Video ohne Ton?

Und Youtube unendliche Ladezeiten hat.

Und dass ich in einer Stunde weg sein muss.

Und ich seit 2 Stunden dran sitze.

Und ... und.... und...

 

Das sind genau die Momente, wo unsere (unbewussten) Glaubenssätze voll zuschlagen.

Mein Stresspegel steigt. Mein Frust. Und eine Stimme redet in meinem Kopf:

 

Ich bin unfähig. Ich kann das nicht. Ich kann ja gar nichts...

 

Und dann kommen die Selbstvorwürfe. Die meistens ziemlich weit her geholt sind.

Hättest du mal... (Ich rede mich dann häufig mit du an)

 

Dass wir so reagieren, der Frust (und der Stress) immer größer wird, das hört übrigens nie auf.

Immer, wenn du etwas Neues beginnst, neue Wege in der Vermarkung, höhere Preise, deinen Chef um ein Gespräch bittest, neue Produkte auf den Markt bringst oder eben ein externes Micro sich nicht mit dem Laptop verträgt (aber nur auf Youtube), dann solltst du mit deinen inneren Blockaden rechnen. Sie kommen. Garantiert. So lange, bis du sie aufgelöst hast.

 

Bei mir war es heute: Ich bin zu blöd. Nicht mal das kann ich.

Diese Gedanken sind mir so vertraut, dass ich viele Jahre dachte, das würde jeder so denken! Das ist das Gefährliche an unbewussten Glaubenssätzen. Nicht nur, dass da unser wunder Punkt ist, nein, wir glauben auch noch, dass das wirklich so ist.

 

Es kann auch  Ich bin es einfach nicht wert   sein.

Ach ja, auch sehr beliebt: Ich bin eine Schwindlerin. Das liebe ich auch sehr. Wie oft habe ich das schon gedacht!

Kennst du das? Dieses dumpfe Gefühl, dass irgendjemand sagen könnte, dass du keine Ahnung hast, von dem was du tust? Auch wenn du schon 30 Jahre Erfahrung hast? Ich habe mal ein Interview mit einer Expertin auf ihrem Gebiet gelesen, die hatte diese Angst auch noch. Mir hat dabei übrigens geholfen, dass ich mir immer wieder bewusst klar mache, was ich wirklich alles kann.

 

Alles typische Blockaden.

Und jetzt geht es darum, trotzdem weiterzumachen.

 

In dieser Situation sind wir gestresst. Extrem gestresst. Mein Körper war im Ausnahmezustand. Und meine Gefühle haben deutlich die Grenze zu Selbstmitleid und tiefem Frust überschritten. Was es ja nicht besser macht...

 

Und wie komme ich aus so einer Situation wieder heraus?

Hilfreich ist es, eine Technik zu haben, mit der du diesen Stress auflösen kannst und dir auch deine Blockaden, deine hinderlichen Gedanken und Glaubenssätze dazu anschauen kannst.

Wenn wir gestresst sind, dann können wir nicht mehr klar und gut denken und noch weniger atemberaubende Entscheidungen treffen. Und die wären in so einer Situation ja gefragt.

 

Heute habe ich es mit EFT gemacht. Seit einiger Zeit meine Lieblingstechnik um all diesen Müll aufzulösen. Ja, darüber hätte das Video sein sollen. Das kommt dann nächste Woche. Versprochen.

 

Ich habe mir also die Zeit gegeben, mich wieder mit mir zu verbinden.

Der Stress hat nachgelassen und dann konnte mein genialer Verstand auch wieder nach Lösungen suchen.

Zum Beispiel, dass das Video eben erst nächste Woche kommt (weiß ja kein Mensch, dass das geplant war) und ich eben über was anderes schreibe.

 

Und wenn ich ehrlich bin, wollte ich natürlich auf gar keinen Fall darüber schreiben. Mich so bloßzustellen (das ist es ja für mich, bei den Glaubenssätzen), das geht ja gar nicht.

Ich habe es trotzdem getan, eben weil ich an den alten Blockaden arbeite und

 

es darum geht, es trotzdem zu tun.

 


Ich möchte dir mit diem Artikel Mut machen, dass du es trotzdem tust. Auch wenn du Angst hast, dass andere dich für blöd  und dumm halten. Auch wenn du Angst hast, dass du eine Hochstablerin bist. Auch wenn du Angst hast, dass du das gar nicht kannst. Auch wenn du denkst, dass du es nicht wert bist. Egal, was auch immer. Tu es trotzdem.

 

Und ich fühle mich jetzt sehr gut!

Ich habe  meiner Angst in die Augen gesehen und bin ein Stück freier geworden.

 

Ich freue mich riesig, wenn du mir deine Nichts-geht-mehr-Situationen berichtest und in den Kommentaren beschreibst.

Und deine Techniken, wie du da raus kommst.

 

Bis bald!

Uta Nimsgarn

 

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Kommentare: 12
  • #1

    Sue (Freitag, 25 April 2014 09:40)

    Liebe Uta,
    danke für Deine Offenheit - denn darum geht's doch letztendlich: authentisch sein und damit menschlich sein. Zu zeigen, dass jeder ausnahmslos mit Glaubenssätzen zu tun hat, ist mutig, ehrlich und beruhigt ungemein. ;-) Wenn ich jetzt gelesen hätte, wie locker-leicht und perfekt Du mit so einer frustrierenden Situation umgegangen wärst, wäre mein Selbstwertgefühl wahrscheinlich ohne mich auf einen langen Spaziergang gewesen, und der Rest von mir hätte gedacht "siehste, DU hättest das nicht so locker geschafft". :D Ich finde es toll, dass Du darüber geschrieben hast, denn damit machst Du einen Unterschied und zeigst Dich, wie Du bist: ein toller Mensch, der das Leben mit allem annimmt, was es Dir gibt. Wunderbar!
    Herzlichst, Sue
    PS: Ich freue mich trotzdem auf das Video! ;-)

  • #2

    Michaela (Freitag, 25 April 2014 09:41)

    Sehr schön geschrieben, Uta! Ich finde "Ankern" auch eine schöne Technik aus der Psychologie. Man nimmt sich ein Gefühl vor, z.B. "Ich bin stark, ich kann das", erinnert sich im Detail und ganz intensiv an eine Situation, in der man sich so gefühlt hat und drückt dann an eine bestimmte Stelle (z.B. am Arm oder Finger). So "speichert" man die Erinnerung quasi an der Stelle und kann sie jederzeit abrufen. Mein Anker für "Ich kann das - mit souveräner Lockerheit" ist eine Erinnerung an einen früheren Kollegen und Freund, mit dem ich sehr erfolgreich gearbeitet habe. Wir waren beide erst Anfänger in Sachen Kundenpräsentationen und haben uns gemeinsam eine Lockerheit erarbeitet, dass wir richtig Spaß an Präsentationen hatten. Der Anker ist besonders intensiv, weil der Freund verstorben ist. Ich lächle jedes Mal automatisch, wenn ich den Anker aktiviere und an die Arbeit mit ihm denke.

  • #3

    Christiane Blenski (Freitag, 25 April 2014 10:00)

    Ja, immer wieder diiiiiese Tage. Toll, davon zu lesen. Einen Morgen später ist immer gar nicht mehr zu begreifen, was einem für negative Gedanken an diesem einen Alles-läuft-doof-Tag durch den Kopf gingen - Gedanken, die man sogar für ein, zwei Stunden für wahr hielt. Aber als Unternehmerin nützt es ja nix: weitermachen ist die erste Pflicht. Die Überzeugung kommt dann nach. Zum Glück, denn stärker als doofe alte Glaubenssätze sind beflügelnde neue Wahrheiten. :-)

  • #4

    Matthias Brückner (Freitag, 25 April 2014 10:17)

    Danke für dem MUT Uta und toller Artikel =)

    Danke und Gruß

    Matthias

  • #5

    Anja (Freitag, 25 April 2014 11:17)

    Liebe Uta, vielen Dank für Deine offenen Worte :-)! Oft hilft mir einer der Kernsätze von Byron Katie`s "The Work": Was wäre ich ohne mein Denken? Da bin ich sowas von sofort wieder aus der Drama-Schleife raus! Alles Liebe, Anja

  • #6

    Gila Münchenhagen (Freitag, 25 April 2014 11:34)

    Ja, ich denke auch, dass wir mit Authentizität am besten fahren.Im yogischen Weltbild ist genau das eine der Basis Ideen. Sei wahrhaftig - immer. So kommst Du nicht in Situationen, in denen Du Dich verdrehen musst um irgendeine Maske aufrecht zu erhalten. Ich bin seit über 30 Jahrn auf diesem Weg unterwegs und kenne sehr gut die Ansage : Du bist da doch gar nicht genug informiert. Diese Meinung vertritt eine Perfektionistin in mir, die einfach gar keine Ahnung vom wirklichen Leben hat. Angeblich perfekte Schönheit ist für mich kalt, perfekte Ordnung fühlt sich für mich lebensfeindlich an.Jeder, der sich intensiv und lange Zeit mit einem Thema beschäftigt, erlebt den Moment, wo klar wird, dass wir nie alles erfassen werden, dass es immer weiter geht.Deswegen ist ja auch die Bitte möglichst immer einen Anfängergeist zu pflegen so hilfreich. Denke nie Du seist fertig, fühle lieber neugierig und frisch immer wieder Deinem Thema nach. Meine wirksamste Hilfe bei akuten Angstattacken habe ich bei Roger J. Callahan in Leben ohne Phobie gefunden.Man fühlt die Angst und klopft auf die Endpunkte des Magenmeridians unter den Augen auf den Wangenknochen 36 mal.
    Danke für Deinen inspirierenden Artikel

  • #7

    Uta Nimsgarn (Freitag, 25 April 2014 14:10)

    Danke!
    Danke für eure lieben Worte!
    Ich bin sehr berührt davon. Sie tun mir sehr gut. Allein sie sind es wert, dass das so war...
    Und Danke für die guten Ideen! Ich werde doch mal wieder den einen oder anderen ausprobieren.

  • #8

    Karen Seelmann-Eggebert (Freitag, 25 April 2014 21:47)

    Liebe Uta,

    schön, dass du nicht nur durch diese Erfahrung gegangen bist, sondern auch darüber schreibst.

    Zitat: "Und wenn ich ehrlich bin, wollte ich natürlich auf gar keinen Fall darüber schreiben. Mich so bloßzustellen (das ist es ja für mich, bei den Glaubenssätzen), das geht ja gar nicht.
    Ich habe es trotzdem getan, eben weil ich an den alten Blockaden arbeite und

    es darum geht, es trotzdem zu tun."

    Kennen wir das nicht alle? Dieses erleichtert sein, dass es auch anderen so geht wie uns, wenn man sich "outet"? Und dass wir uns demjenigen, der das so offen sagt, NOCH mehr verbunden fühlen.

    Ja, es braucht Mut und es tut gut.

    In diesem Sinne, jedem Tief folgt ein Hoch,
    mach weiter so wie du es tust, das ist prima,

    Karen

  • #9

    Markus (Montag, 28 April 2014 09:59)

    Hallo Uta,
    es ist nicht nur toll, dass Du darüber schreibst, sondern darüber hinaus ein sehr wertvolles GESCHENK, das Du damit machst.
    Liebe Grüße
    Markus

  • #10

    Andrea Pernsteiner (Dienstag, 29 April 2014 10:52)

    Hallo Uta,
    danke für diese Worte - es ist einfach so beruhigend, wenn man weiß, es geht anderen Menschen auch so und ich finde, solche Artikel lest man gern und bis zum Ende durch - weils eben persönliche Erfahrungen sind und man ja diese Situationen auch kennt und wissen will, wie kommen andere damit klar oder was machen diese in solchen Situationen :-)
    Viiiiiieln Dank für Deine Offenheit
    Andrea

  • #11

    Barbara J. Schoenfeld (Samstag, 13 Dezember 2014 20:28)

    toll, danke für deine Offenheit liebe Uta,
    Ich kenne das auch ganz genau. Ich war diese Tage auch in einer ähnlichen Situation und habe auch kurz gezögert. Und mich dann entschieden, offen zu sein.
    Normalerweise beantworte ich Kommentare auf meine Artikel gleich. Irgendwie ist mir ein Kommentar aber untergegangen und ich habe ihn plötzlich entdeckt. Schreck, oh Schande, wie bin ich erschrocken. Habe ich doch die Schreiberin nicht richtig wertgeschätzt für ihren Kommentar. Und das mir, der das so wichtig ist, allen die Wertschätzung zu geben, die ihnen zusteht. Weiß ich doch wie wichtig das mir ist, die richtige Wertschätzung zu bekommen. Und dann das.
    Ich muss gestehen, ganz kurz habe ich überlegt einfach das Datum meiner Antwort zu ändern. Doch ich habe mich entschlossen ehrlich zu sein und habe genau das auch dann geschrieben. Und es hat sich gut angefühlt. Ich bin über meinen Schatten - über meinen Glaubenssatz gesprungen.
    Danke dir liebe Uta
    herzliche Grüße Barbara

  • #12

    Angela Heinrich (Montag, 09 März 2015 10:22)

    Liebe Uta, danke für dein DICH zeigen und JA!, ich kenne das soooo gut. Du hast mich schon gleich in deinem ersten Satz auf FB - "Ich wünsche dir eine Woche, in der alles PERFEKT klappt!" erwischt. Mein Ego identifiziert sich gern mit der EINSER Typenbezeichnung im Enneagramm - oh Wunder es ist der PERFEKTIONIST. In vielen Bereichen ist er sehr hilfreich. doch er kann einem auch mächtig auf den Geist gehen... Mittlerweile erwische ich den Punkt, wo es wieder mit ihm/mir "durchgeht" und dann fange ich an, mit ihm zu sprechen. "Du kannst jetzt echt ruhig sein!", "Hast mich lange genug durch mein Leben gehetzt" und wenn er gar nicht hört, gibts ne klare Ansage: "Halt jetzt endlich die Klappe!" - naja, so bin ich mit ihm im Gespräch und nähre ihn nicht noch mit Gedanken, die ihn noch mächtiger machen. Meistens bekomme ich so die "Kurve". Die Erlösung/Geistesfruch für einen Einser-Typen ist die "heitere Gelassenheit". Und so versuche ich immer mehr, Aufgaben - wo ich im Vorfeld erahne, dem PERFEKTIONISTEN wieder zu begegnen - in heiterer Gelassenheit zu meistern. Mir zu sagen, ich fange an, mach es so gut ich kann und schaue mal wie weit ich komme. Ja, wir sind alle übende Meister und das ist auch gut so. Uta, du begleitest mich jeden Tag und ich möchte dir von Herzen danken, dass es genau DICH in meinem Leben gibt.Danke für dein DASEIN <3