Was dich so ausbremsen kann, ohne dass du es bewusst merkst ...

 

Nimm einen tiefen Atemzug,

entspanne deine Schultern und deinen Unterkiefer.

Vergiss für einen Moment, was noch alles getan werden muss, sei jetzt ganz hier, präsent.

Das heißt ganz konkret, lies nur diese Worte.

Sei ganz hier in diesem Moment. Jetzt. Atmen....

 

Was soll das denn jetzt? Ich will doch nur mehr Geld (oder was auch immer….), puuhh...immer dieses Jetzt-Gerede, das weiß ich doch schon und außerdem haben die alle gut reden, die haben auch kein/e …. (bitte einsetzen: 3 Kinder,  Baby,  Hund,  Mann, Geschäft, das läuft; Geschäft, das nicht läuft…) wie ich. Und bei  mir funktioniert das eh nicht...

 

Herrlich, diese Gedanken! Hör ihnen einfach nur mal zu!

 

Dieses Gerede bringt dich nämlich aus diesem Moment, übrigens dem einzigen Moment, in dem du wirklich was verändern könntest.

Nein, nein, das ist kein esoterisches Geschwafel, sondern Realität.

Dieses Gerede in deinem Kopf, das bestimmt dein Leben!

 

Wie oft hält es dich ab, etwas Neues zu probieren? Wie oft bremst es dich aus?

Es trennt dich von deiner unendlichen Weisheit, von deiner Lebensenergie, deiner natürlichen Kreativität. Und es trennt dich von der universellen Kraft. Wie immer sie bei dir heißt.

Und dieses Geplapper in deinem Kopf bewegt sich entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

 

Dafür wurde es nämlich gemacht. Es sicherte und sichert dein Überleben. Es analysiert, bewertet und vergleicht und sagt dir dann, wie du noch besser, schneller, schöner, schlauer, reicher, beliebter und und und ...werden kannst. Dafür nimmt es die vergangenen Erfahrungen und projeziert sie in eine unsichere Zukunft.

 

Leider hat das System ein paar Schönheitsfehler. Fürs Überleben haben die nicht gestört. Uns heute aber schon.

 

Es greift zum Beispiel auf die Bewertungen zurück, die du als ganz kleines Kind gemacht hast. Aber die sind heute meistens nicht immer die optimale Bewertungsgrundlage. Nur weil du früher auf deine kleine Schwester aufpassen musstest, bist du heute nicht für das Wohlergehen aller anderen Menschen zuständig. Weil deine Eltern wenig Geld hatten, bedeutet das nicht, dass dir kein Geld zusteht. Nur weil deine Mutter nichts für sich selbst ausgegeben hat, brauchst du heute nicht an dir zu sparen.

Es gibt unzählige Beispiele. Hör einfach deinem Gerede im Kopf zu, dann kommen deine speziellen Muster!

 

Ein Schönheitsfehler betrifft besonders uns Frauen.

Dieses Gerede soll uns ja besser machen, unser Überleben sichern. Also erzählt es uns die ganze Zeit, wo wir anscheinend noch nicht gut genug sind. Damit wir da an uns arbeiten, uns verbessern, um irgendwelchen Anforderungen (die es meistens gar nicht gibt) zu genügen. Damit wir dann anerkannt, geliebt, in Ordnung sind. Und da ist es ziemlich gut drin.

Es zeigt uns also penibel alle unsere vermeintlichen Schwächen und Fehler auf, wie schlecht, hässlich oder was auch immer wir seien. Das ist aber nicht die Wahrheit, es ist oft nur eine ziemlich verzerrte Brille, durch die wir schauen. Und diese Brille können wir absetzen.

 

Es ist übrigens völlig egal, welche Fehler du in der Vergangenheit gemacht hast, du hast jederzeit die Möglichkeit für Veränderung. Genau in diesem Moment.

 

Höre einfach aufmerksam dem Gerede in deinem Kopf zu und frage dich, ob das wirklich stimmt.

Vielleicht kennst du „the work“ von Byron Katie. Die ist natürlich perfekt dafür geeignet. Oft reicht aber auch nur die Frage, ob es wirklich stimmt. Vielleicht fällt dir sogar ein, wer das immer gesagt hat. Denn meistens sind es gar nicht deine eignen Erkenntnisse. Das reicht in den meisten Fällen schon für eine Veränderung.

 

Befreie dich von dem hinderlichen Müll! Sei dir einfach ab und zu mal bewusst, was du dir gerade so erzählst und frage dich, ob das wirklich stimmt.

 

Und genieße diesen Augenblick, lass das Bewerten einfach mal sein und spüre wie wundervoll du bist!

 

Ich wünsche mir, dass du in den nächsten Tagen erkennst, wo dein Gerede im Kopf dich von wundervollen Dingen abhält und du sie dann machen kannst.

Schreibe gerne in den Kommentar, wie es dir damit geht.Oft hilft das gerade einer anderen Frau.

Bis bald!

 

Uta Nimsgarn

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Kommentare: 3
  • #1

    Edda Nebel (Montag, 10 März 2014 10:10)

    Danke! Danke! Danke!

  • #2

    Gabi Ratsch (Sonntag, 12 Oktober 2014 10:19)

    Vielen Dank für diesen Motivationtipp! JETZT ist immer sie richtige Zeit und die alten Glaubenssätze packen wir in ein Paket und geben sie unseren Bezugspersonen von damals liebevoll zurück. Geht auch sehr gut MENTAL in einer Meditation zum Beispiel! Unsere Freiheit ist das Ziel, geradeaus in das Glück!!!!

  • #3

    Alt Mylène (Montag, 06 Juli 2015 10:47)

    The Work ist eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Methode, schön, dass du diese aufnimmst. Wenn (nur) eine Frage, dann wäre auch die Nr. 4 eine feine Sache (Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?) In dem Augenblick, wo ich spüre/realisiere, dass ich mich nicht mehr wohl fühle, wo es mir doch eben gerade noch gut ging, schauen, was ist zwischendrin passiert, was habe ich gedacht, wem habe ich zugehört, was habe ich gelesen. Und schauen, welche Überzeugung sich darauf geformt hat. Das geht beim Hundespaziergang, im Bus oder an der Kasse im Supermarkt genau so gut wie zuhause. Als Beispiel "Immer stehe ich an der falschen Kasse" und dann quasi als mentales Quickie die Frage 4: "Wer wäre ich genau in diesem Augenblick ohne diesen Gedanken?".

    Dann muss ich innerlich oft schon lachen und realisiere, dass ich mal wieder etwas verändern möchte, das nicht meine Angelegenheit ist (z.B. wie viel Kleingeld die Oma vor mir in ihrer Seelenruhe hervorkramt) und mir den Stress (wie so oft) selber mache. Das relaxed mich meist schon, bevor sich der grosse Ärger in mir ausgebreitet hat.